Im Frühjahr 2012 präsentierte Google sein neues mobiles Betriebssystem Android 4.1, das den Spitznamen „Jelly Bean“ erhielt und die Version 4.0 („Ice Cream Sandwich“) bis 2013 komplett ablösen soll. Die Erwartungen an das neue Android waren von Beginn an sehr groß, denn Branchenkenner gingen davon aus, dass es den Google-Spezialisten nun endlich geglückt sei, den Vorsprung von Apples iOS endlich aufzuholen. Zeitgleich steht Android zudem auch unter dem Druck, den Vorsprung auf das portable Windows zu vergrößern, denn Microsoft ist nach allgemeiner Ansicht mit dem mobilen Betriebssystem 8, das sich stark an der Variante für Computer orientiert, der große Wurf gelungen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, machte Google „Jelly Bean“ klüger, schneller, kompatibler und verspielter.

Android 4.1: Klüger und schneller

Nah-Feld-Kommunikation (NFC) zwischen zwei Geräten

Die Google-Entwickler beseitigten einige Bugs aus der Vorgänger-Version und schafften es auf diese Weise, dass die Version 4.1 schneller als alle Vorgänger funktioniert, obwohl „Jelly Bean“ eine deutlich größere Leistung als die älteren Android-Betriebssysteme bietet. Zu diesen zählt beispielsweise die neue Mailingfunktion, die es ermöglicht, bestimmten Gruppen des eigenen Adressbuchs eine Mail zu schreiben, um sie beispielsweise darüber zu informieren, dass der Termin für die Geburtstagsfeier steht. Klüger ist das neue Betriebssystem aber auch deshalb, weil es Gestensteuerung erlaubt und damit eine neue Möglichkeit bietet, das eigene Smartphone zu steuern. So können beispielsweise Videokonferenzen leicht durchgeführt und ohne direkten Druck auf das Handy beendet werden. Wer jedoch nicht mit Gesten oder über die neuartige Sprachsteuerung, die deutsch besser als jemals zuvor versteht, sein Smartphone steuern möchte, findet für die Mails auch eine intelligentere Tastatur vor, die inzwischen schon erahnen kann, welches Wort man als nächstes schreiben möchte.

„Jelly Bean“: Kompatibler und verspielter

Das neue Android soll zudem kompatibler mit den persönlichen Nutzungsanforderungen als jemals zuvor sein. So gibt es eine ganze Reihe neuer Widgets, welche es erlauben, den Startschirm ganz nach dem persönlichen Geschmack zu gestalten. Einige der Widgets sind auch terminlich gebunden und erscheinen erst, wenn zum Beispiel die Zugabfahrt naht, für die man ein Ticket gebucht hat. Android 4.1 verfügt zudem über eine neuartige Beamfunktion, die es möglich macht, Daten aller Art an andere Geräte zu schicken. Die einzige Bedingung, die dafür beide Geräte neben dem Vorhandensein des Android-Betriebssystems erfüllen müssen, ist der Umstand, dass sie beide einen NFC-Chip brauchen, der für „Nah-Feld-Kommunikation“ dient. Android ist jedoch nicht nur kompatibler geworden, sondern bietet auch einige neue Optionen, die den Durchschnittsnutzer begeistern sollen, der sein Smartphone ganz unterschiedlich nutzt, um Spaß zu haben: So gibt es eine neue Bildbearbeitungssoftware sowie eine brandneue Suche, welche die Ergebnisse noch besser und direkter präsentiert. „Jelly Bean“ soll so die individuellen Bedürfnisse jedes Nutzers optimal erfüllen können.